Meisterbriefe Februar 2026
Monatsbericht
Im Februar setzte sich die recht ruhige Entwicklung an den Kapital-märkten fort. Weder das Chaos rund um die Zollpolitik der USA, wo der Supreme Court die bisherige Zollpolitik von Präsident Trump für unrechtmäßig erklärte, noch die steigenden Spannungen in Nahost konnten die Märkte nennenswert verunsichern.
Bemerkenswert ist dabei weiterhin, dass die US-Aktienmärkte nicht mit der Entwicklung Europas und Asiens mithalten können. US-Aktien lagen im Februar ein knappes Prozent im Minus, während europäische Aktien fast 4 % gewannen, asiatische Aktien fast 7 %. Aus der Euphorie rund um das Thema KI, die die US-Märkte bis zuletzt befeuert hat, werden mehr und mehr Sorgen um die riesigen Investitionen, die das Thema mit sich bringt. Auch die Sorgen vor Disruptionen bestehender Geschäftsmodelle nahmen zuletzt deutlich zu. Wachstumssektoren wie Software, Cyberrisiko- oder auch Datendienstleister gehörten im Februar zu den jüngsten Opfern der Disruptionsdebatte.
Langlaufende Anleihen konnten teils deutliche Zuwächse verzeichnen, die Renditen fielen deutlich. Beispielhaft sank die Rendite 10-jähriger deutscher Staatsanleihen um rund 20 Basis-punkte, von ca. 2,85 % auf ca. 2,65 %. Unterstützend wirkte auch die niedrigere Inflation, die in Deutschland im Februar mit 1,9 % wieder unter den wichtigen Schwellenwert von 2 % gefallen ist. Die Kreditrisikoaufschläge stiegen im Monatsverlauf an, bewegten sich aber weiterhin im historischen Vergleich auf einem niedrigen Niveau.
Im Rohstoffmarkt bewegte sich Gold mit hohen Schwankungen seitwärts. Nachdem Ende Januar noch ein Hoch von über 5500 US-Dollar pro Feinunze erreicht wurde, fielen die Preise kurz darauf drastisch bis auf 4500 US-Dollar zurück, erreichten aber Ende Februar aufgrund der Lage im Nahen Osten bereits fast wieder die Höchstkurse aus dem Januar. Öl (Sorte WTI) konnte nach einem starken Januar leicht hinzugewinnen und liegt seit Jahresanfang rund 18 % im Plus. Auch diese Entwicklung ist maßgeblich auf die zunehmenden Spannungen im Nahen Osten zurückzuführen.
Insgesamt erscheint die wirtschaftliche Entwicklung weiterhin stabil, trotz der politischen Unwägbarkeiten. Die Erwartungen an die Unternehmen sind aber auch weiterhin hoch. Wachsamkeit bleibt daher angebracht.

Meisterwert Substanz
Blick in die Fondswerkstatt
Der Februar war für den Meisterwert Substanz erneut ein guter Monat. Dank der Unterstützung durch fallende Zinsen konnte der Fonds an seinen guten Jahresstart anknüpfen und erneut fast 0,5 % zulegen. Der Haupttreiber für die gute Entwicklung hat sich also von einer fallenden Kreditrisikoprämie im Januar hin zu einem allgemein fallenden Zinsniveau verlagert. Die Wertent-wicklung liegt seit Jahresbeginn nunmehr bei 0,9 %.
Die grundsätzliche, defensive Ausrichtung des Fonds haben wir dabei beibehalten. Im Februar haben wir zwei Transaktionen vorgenommen und die Liquidität im Fondsvermögen reduziert. Zum einen haben wir eine Anleihe des deutschen Unternehmens Brenntag – Weltmarktführer bei der Distribution von Chemikalien und Inhaltsstoffen – aufgenommen. Die Anleihe mit einer Laufzeit bis April 2028 wies für eine zweijährige Laufzeit eine attraktive Rendite von 2,66 % auf und verfügt über ein solides BBB+-Rating.
Weiterhin haben wir im Februar auch unser Engagement in Satelliteninvestments erhöht und einen Anleihefonds zugekauft, der weltweit in hochverzinsliche, kurzlaufende Anleihen investiert, den BNY Mellon Global Short Dated High Yield-Fonds. Dieses Segment (also Anleihen mit kurzer Restlaufzeit) des Hochzinsmarktes weist deutlich geringere Schwankungen als der breite Hochzinsmarkt auf, was wir im aktuellen Marktumfeld sehr schätzen. Aufgrund der kurzen Restlaufzeit ist die Liquidität im Fonds zudem sehr gut. Die Rendite der Anleihen im Fonds ist zwar etwas geringer, aber dennoch sehr attraktiv. In unserem Fall liegt sie bei rund 5 % nach Kosten für das Management und die Währungssicherung in Euro.
Wir konnten mit der Fondsgesellschaft zudem aushandeln, dass wir in die kostengünstige Tranche für Großanleger (eigentlich erst ab 15 Mio. Euro zugänglich) investieren können. In einem persönlichen Austausch mit dem Fondsmanagement konnten wir uns von der hohen Qualität des langjährigen Management-Teams überzeugen.



Meisterwert Position
Blick in die Fondswerkstatt
Der Anteilswert des Meisterwert Position konnte im Februar an den positiven Jahresauftakt anknüpfen und weitere 2,4 % zulegen. Weiterhin zahlt sich die breite Aufstellung des Fonds im Aktienbereich aus. Während US-Aktien seitwärts tendierten, konnten europäische Aktien knapp 4 %, asiatische Aktien knapp 7 % zulegen. Anfang Januar haben wir unser Gewicht im asia-tischen Aktienmarkt noch einmal um rund 4 % erhöht. Der seiner-zeit aufgenommene Aktienfonds (Federated Hermes Asia ex Japan) liegt in diesem Jahr erfreuliche 15,6 % im Plus. Von der anhaltenden Fantasie rund um das Thema Künstliche Intelligenz (KI) konnte unser Halbleiter-ETF (+14,3 %) und der Clean Edge-ETF (+14,5 %), der in Energie-Infrastruktur-Unternehmen investiert, die wiederum von der steigenden Energie-Nachfrage der KI-Unternehmen profitieren. Dagegen gerieten Unternehmen aus dem Bereich Cybersicherheit aus Sorge, dass sie zu den KI-Verlierern gehören könnten, zuletzt unter Druck. Der Cyber-security-ETF liegt seit Jahresbeginn gut 11 % im Minus. Wir haben die anhaltenden Mittelzuflüsse genutzt, um die Position sukzessive aufzustocken, da wir weiterhin glauben, dass die Unternehmen in diesem Geschäft langfristig attraktiv wachsen können.
Im Anleihebereich haben wir mit rund 3 % Gewicht einen Anleihefonds zugekauft, der weltweit in hochverzinsliche, kurzlaufende Anleihen investiert, den BNY Mellon Global Short Dated High Yield-Fonds. Dieses Segment (also Anleihen mit kurzer Restlauf-zeit) des Hochzinsmarktes weist deutlich geringere Schwankungen als der breite Hochzinsmarkt auf, was wir im aktuellen Marktumfeld sehr schätzen. Die Rendite der Anleihen im Fonds ist zwar etwas geringer, aber dennoch sehr attraktiv. In unserem Fall liegt sie bei rund 5 % nach Kosten für das Management und die Währungssicherung in Euro.
Wir konnten mit der Fondsgesellschaft zudem aushandeln, dass wir in die kostengünstige Tranche für Großanleger (eigentlich erst ab 15 Mio. Euro zugänglich) investieren können. In einem persönlichen Austausch mit dem Fondsmanagement konnten wir uns von der hohen Qualität des langjährigen Management-Teams überzeugen.



Meisterwert Perspektive
Blick in die Fondswerkstatt
Den guten Jahresstart aus dem Januar hat der Meisterwert Perspektive auch im Februar fortgesetzt. Mit einer Performance von rund 4,5 % konnte der vergangene Monat mit einem überzeugenden Ergebnis abgeschlossen werden.
US-amerikanische Aktien tendierten überwiegend seitwärts, europäische Standardwerte konnten um knapp 4 % zulegen. Überproportionale Wertzuwächse konnte der asiatische Aktienmarkt mit einer Performance von knapp 7 % aufweisen.
Im Berichtsmonat mussten insgesamt 12 Unternehmen im Rahmen der Reallokation das Portfolio verlassen, darunter Baker Hughes aus den USA, die britischen SSE und Sompo Holdings aus Japan.
Neu aufgenommen wurden aus Europa die dänische AL Sybank, ASR und NN aus den Niederlanden, aus Großbritannien die Compass Group und ConvaTec. Zusätzlich kamen aus dem europäischen Süden die spanische Grifols und aus dem Norden Huhtamäki (Finnland) sowie Kinnevik (Schweden) hinzu.
Drei neuen Werten aus Kanada (Thomson Reuters, CCL und Manulife) stand mit Honeywell nur ein neuer Wert aus den USA in der amerikanischen Region gegenüber.
Komplettiert wird die Riege der neuen Werte von CSL (Australien) und Fujitsu (Japan).
Die durchschnittlich zu erwartende Dividendenrendite liegt bei 3,57 %, das Beta bei 0,74.


