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„Tue viel Gutes“

Die Bärbel Giesemann und Burkhard Orthgies-Stiftung fördert benachteiligte Kinder in der Region

Zwei Personen überreichen ein Zertifikat in einem Büro mit Stadtblick im Hintergrund.
Burkhard Orthgies bei der Stiftungsgründung mit Monika Schmidt, Geschäftsführerin des EngagementZentrums.

„Tue viel Gutes“ – dieser Wunsch seiner im Jahr 2019 verstorbenen Ehefrau Bärbel war für Burkhard Orthgies Auftrag und Verpflichtung zugleich. Nach ihrem Tod rief er die Bärbel Giesemann- Stiftung ins Leben, die im weiteren Verlauf in Bärbel Giesemann- und Burkhard Orthgies-Stiftung umbenannt wurde. Es handelt sich um eine Treuhandstiftung unter dem Dach der BRAWO Stiftergemeinschaft. Orthgies ist seit Gründung ehrenamtlich im Stiftungsrat tätig. In der Präambel ist niedergelegt, dass das Stiftungsvermögen der Förderung und Unterstützung sozial benachteiligter Kinder und Jugendlicher bis zum Alter von 18 Jahren in den Städten Braunschweig und Wolfsburg sowie im Landkreis Gifhorn dienen soll.

Für Orthgies ist dies mehr als eine formale Zielbeschreibung. „Meine Motivation für eine Stiftung war und ist, dass Heranwachsende nicht Leidtragende gesellschaftlicher Zustände sein dürfen. Die nachkommende Generation ist unsere Zukunft, die es zu unterstützen und zu fördern gilt“, betont der pensionierte Schulleiter. Jahrzehntelang war er am Schulzentrum Westhagen in Wolfsburg tätig und kennt die Herausforderungen vieler Familien aus eigener Erfahrung.

Konkrete Hilfe – vom ersten Schultag an
Der Stiftungszweck umfasst die Förderung der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Bildung und Erziehung. Inhaltliche Schwerpunkte sind Integration, Bildung, Gesundheit, Ernährung und Umwelt in der Region. Wie unmittelbar Hilfe
wirken kann, zeigte bereits eines der ersten geförderten Projekte, das „Schulstarter-Projekt“ der Kirchenkreissozialarbeit Süd des ev.-luth. Kirchenkreises Wolfsburg-Wittingen. Hierbei wurden Schulranzen, inklusive Brotdose, Trinkflasche u. v. m. verteilt. „Am beeindruckendsten war für mich die erste Förderung“, erinnert sich Orthgies. „Damit konnten wir verhindern, dass Kinder schon am ersten Schultag stigmatisiert werden.“ Projektförderungen im Rahmen von United Kids Foundations werden durch den Stiftungsrat
beschlossen.


Von der Verbrauchs- zur Bestandsstiftung
Zuletzt befand sich die Stiftung in einem strategisch wichtigen Entwicklungsprozess: der Umwandlung von einer reinen Verbrauchsstiftung, bei der auch das Stiftungskapital selbst zur Zweckverwirklichung eingesetzt werden kann, zu einer klassischen Bestandsstiftung – bei der ausschließlich Kapitalerträge verwendet werden dürfen. Eine zentrale Rolle spielte dabei die Anlageberatung durch die Privatbank. Direktor Wealth Management Braunschweiger Privatbank Maik Blum begleitete den Entscheidungsprozess intensiv: „Für uns stand im Mittelpunkt, eine Anlagestrategie zu entwickeln, die sowohl den langfristigen Zielen der Stiftung als auch dem ausdrücklichen Wunsch des Stifters gerecht wird. Es freut mich, dass wir gemeinsam eine Lösung finden konnten, die Sicherheit, Wirkung und Flexibilität sinnvoll verbindet.“ Auch Burkhard Orthgies hebt die Bedeutung dieser Begleitung hervor: „Die Beratung und Unterstützung bei der Anlage des Kapitals war für meine Entscheidung sehr hilfreich. Ich habe mich jederzeit gut informiert und verantwortungsvoll begleitet gefühlt. Ich hoffe sehr, dass sich noch mehr Menschen vorstellen können, eine Stiftung einzurichten.“