Information, Austausch und Vernetzung der regionalen Stiftungslandschaft
Was Gäste des BRAWO Stiftungstags 2026 erwartet – 5 Fragen an Stefan Riecher und Monika Schmidt

Nach der erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr geht der BRAWO Stiftungstag am 20. November 2026 in die zweite Runde. Unter dem Motto „Zeitgemäße Formen der Philanthropie“ stehen aktuelle Entwicklungen, neue Perspektiven und die Zukunft des Stiftens im Mittelpunkt. Doch was hat sich seit der Premiere getan? Welche Themen stehen in diesem Jahr im Fokus – und was erwartet die Besucherinnen und Besucher? Darüber sprechen Stefan Riecher, Direktor der Braunschweiger Privatbank und Moderator des Stiftungstags, und Monika Schmidt, Geschäftsführerin der EngagementZentrum GmbH und Moderatorin der Podiumsdiskussion.
Herr Riecher, Frau Schmidt, der BRAWO Stiftungstag geht in die zweite Runde. Was hat Sie nach der Premiere davon überzeugt, die Veranstaltung künftig jährlich fortzuführen?
Stefan Riecher: „Das Feedback der Teilnehmerinnen und Teilnehmer war für uns eine ganz wichtige Bestätigung. Die Rückmeldungen zum ersten BRAWO Stiftungstag waren überwiegend äußerst positiv – sowohl was die Themen und Referentinnen und Referenten als auch was die Möglichkeiten zum persönlichen Austausch betrifft. Das hat uns in der Entscheidung bestärkt, den Stiftungstag als jährliches Format zu etablieren. Für die Braunschweiger Privatbank ist das Thema Stiftungen ohnehin von besonderer Bedeutung: Stiftungen gehören zu unseren wichtigen Kundengruppen, und wir verfügen über langjährige Expertise in der Vermögensanlage von Stiftungskapital. Deshalb ist es uns ein Anliegen, nicht nur bei Fragen der Kapitalanlage, sondern auch beim Austausch über aktuelle Entwicklungen und Herausforderungen des Stiftungswesens präsent zu sein.“
Monika Schmidt: „Wir haben im vergangenen Jahr erlebt, wie groß der Wunsch nach Information, Austausch und Vernetzung in der regionalen Stiftungslandschaft ist. Genau diesen Ansatz wollen wir fortsetzen. Gleichzeitig soll der Stiftungstag nicht jedes Jahr gleich aussehen. Das Programm wurde deshalb bewusst weiterentwickelt: Einige Themen, die auf besonders großes Interesse gestoßen sind, finden sich erneut im Programm. Gleichzeitig gibt es mehrere neue Themen und viele neue Gesichter bei den Referierenden. So wollen wir sowohl an Bewährtes anknüpfen als auch neue Impulse setzen.“
Herr Riecher, das Motto 2026 lautet „Zeitgemäße Formen der Philanthropie“. Was erwartet die Besucherinnen und Besucher inhaltlich?
Stefan Riecher: „Das Programm greift viele Fragen auf, mit denen sich Stiftungen aktuell auseinandersetzen müssen. Es geht beispielsweise um die Gründung und Weiterentwicklung von Stiftungen, Vermögensanlage, Öffentlichkeitsarbeit, Zulegung und Zusammenlegung, Nachlassplanung oder die ersten 100 Tage in einem Stiftungsgremium. Hinzu kommen Themen wie Stiftungsfonds und Treuhandstiftungen sowie die Zukunftssicherung von Stiftungsvorständen. Einige Inhalte aus dem vergangenen Jahr werden aufgrund ihrer Bedeutung erneut angeboten, andere sind neu hinzugekommen.
Besonders gespannt bin ich auf die Keynote von Ansgar Gessner, geschäftsführender Vorstand der Maecenata Stiftung. Er beschäftigt sich mit den „vielen Missverständnissen über Zivilgesellschaft“. Das ist ein ausgesprochen aktuelles Thema, gerade angesichts der gesellschaftlichen und politischen Debatten, die wir derzeit erleben. Die Keynote schafft damit zugleich einen guten Rahmen für die Frage, welche Rolle Philanthropie und Stiftungen in unserer Gesellschaft spielen können.“
Frau Schmidt, Sie moderieren am Nachmittag die Podiumsdiskussion „Können Stiftungen die großen Herausforderungen unserer Zeit (mit) lösen?“. Was macht diese Frage für Sie besonders spannend?
Monika Schmidt: „Stiftungen können einen wichtigen Beitrag leisten, aber sie können die großen gesellschaftlichen Herausforderungen natürlich nicht allein lösen. Mich interessiert deshalb vor allem die Frage nach ihrer konkreten Rolle: Wo können Stiftungen wirksam werden? Wo liegen ihre besonderen Stärken? Und wo braucht es Zusammenarbeit mit anderen Akteuren – etwa aus Politik, Zivilgesellschaft oder Wirtschaft?
Ich freue mich darauf, diese Fragen mit unterschiedlichen Perspektiven auf dem Podium zu diskutieren. Mit Ansgar Gessner, Dr. Sønke Burmeister, Claudia Kayser und Matthias Pruns kommen Menschen mit unterschiedlichen fachlichen und praktischen Erfahrungen zusammen. Ich hoffe auf eine Diskussion, die nicht bei allgemeinen Forderungen stehen bleibt, sondern auch konkrete Fragen des Stiftungshandelns berührt.“
Zum Schluss: Der Stiftungstag findet in diesem Jahr an einem neuen Ort statt und bringt einige Neuerungen mit sich. Was erwartet die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am 20. November – und warum lohnt sich die Teilnahme?
Stefan Riecher: „Eine wesentliche Neuerung ist der Veranstaltungsort: Wir treffen uns in diesem Jahr in der Hauptstelle der Volksbank BRAWO am Berliner Platz. Dort haben wir gute Möglichkeiten, das Programm und insbesondere den Austausch noch stärker miteinander zu verbinden. Neu ist außerdem der Stiftungsmarktplatz, der erstmals einen eigenen Programmpunkt bildet. Dort werden sich sowohl die hauseigenen Stiftungen – darunter die Volksbank BRAWO Stiftung und die BRAWO Stiftergemeinschaft – als auch zahlreiche weitere kleine und große Stiftungen aus der Region präsentieren. Dazu gehören beispielsweise die Eintracht Braunschweig Stiftung und die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung. Damit entsteht eine gute Gelegenheit, die regionale Stiftungslandschaft kennenzulernen, Kontakte zu knüpfen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“
Monika Schmidt: „Auch die Teilnahmebedingungen haben sich verändert. Anders als bei der Premiere wird in diesem Jahr eine Teilnahmegebühr erhoben. Damit möchten wir vor allem die Verbindlichkeit der Anmeldungen erhöhen. Gleichzeitig kommt der Betrag vollständig einem guten Zweck zugute: Die Einnahmen werden als Spende an United Kids Foundations weitergeleitet. Wir verbinden damit also die Teilnahme am Stiftungstag mit einem konkreten Beitrag für das gesellschaftliche Engagement in der Region.
Und natürlich geht es am Ende um mehr als einzelne Programmpunkte. Wir möchten einen Tag gestalten, an dem man neue Informationen bekommt, unterschiedliche Perspektiven kennenlernt und vor allem mit anderen Menschen aus der Stiftungswelt ins Gespräch kommt. Wer sich für Stiftungen interessiert, bereits stifterisch aktiv ist oder eine Stiftung vertritt, sollte deshalb am 20. November dabei sein.“
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Info:
BRAWO Stiftungstag 2026 20. November 2026 | 09:00–17:30 Hauptstelle der Volksbank BRAWO, Berliner Platz, Braunschweig. Die Teilnahme ist kostenpflichtig. Die Einnahmen werden vollständig an das Kindernetzwerk United Kids Foundations gespendet. Die Plätze sind begrenzt. Eine frühzeitige Anmeldung wird daher empfohlen. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung: www.engagementzentrum.de/brawo-stiftungstag-2026
Die Anmeldung zur Teilnahme ist notwendig.
