Wie Stiftungen trotz großer Herausforderungen handlungsfähig bleiben

Angesichts der sozialen Medien sowie der zunehmenden Digitalisierung und Globalisierung dreht sich die Welt immer schneller. Auch Stiftungen bleiben davon nicht unberührt. Stiftungsberater Dr. Christof Mecking gibt praktische Tipps, wie Stiftungsmanagement in einem dynamischen Umfeld und angesichts neuer Herausforderungen erfolgreich bleiben kann.

Neben den großen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklungen sehen sich die Stiftungen ganz konkreten Herausforderungen gegenübergestellt, die ihre Arbeit konkret betreffen.

  • Gesetzliche Änderungen
  • Zunehmende Bürokratisierung
  • Anhaltende Niedrigzinsphase
  • Demographischer Wandel

Gleichzeitig ist es angesichts der Niedrigzinsphase und der wachsenden Unsicherheit am Finanzmarkt enorm schwer, aus dem Stiftungskapital nennenswerte Erträge zu erwirtschaften. Teilweise liegen diese unter der Inflationsrate und schmälern dadurch das reale Vermögen.

Neue Herausforderungen ans Stiftungsmanagement

Ausbleibende Erträge lassen sich durch Spenden ausgleichen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Spender hohes Vertrauen in die Stiftung haben. Um dieses zu stärken, braucht es mehr Transparenz und eine hohe Effizienz.

Die Arbeit der Stiftungen wird dadurch komplexer und zeitintensiver. Alles zusammen erfordert eine höhere Professionalität an das Stiftungsmanagement.

Prinzipien einer guten Stiftungspraxis

Um den steigenden Anforderungen gerecht zu werden, ist eine selbst verpflichtende Orientierung an Prinzipien guter Stiftungspraxis ratsam. Dies gilt besonders für Leitungs- und Kontrollstrukturen. Diese sollte unter anderem folgende Aspekte beinhalten.

  • Individuelles Governance-Konzept, vorzugsweiseschon bei Errichtung, festgelegt in Satzung, Geschäftsordnung und Richtlinien
  • Gewährleistung einer effektiven Zweckverfolgung, einer effizienten Arbeitsweise und eines ordnungsgemäßen Umgangs mit den Stiftungsvermögen
  • Volle Transparenz beim Einsatz des Stiftungsvermögens und der Erträge
  • Etablierung eines zweiten Organs – das Kontrollorgan – als Hüterin des Stiftungszwecks und verantwortlich für eine gute Stiftungspraxis
  • Aufdeckung und Verhinderung möglicher Interessenkonflikten

Um sicherstellen zu können, dass diese Punkte dauerhaft eingehalten werden, müssen sich Stiftungen auch frühzeitig um die Besetzung offener Stellen kümmern. Oft beginnt die Suche erst mit der akuten Vakanz. Das birgt die Gefahr, unqualifiziertes Personal einzustellen. Besser ist eine strategische Personalplanung und langfristige Bindung potenzieller Kandidaten.

Empfehlungen für die Vermögensanlage

Für die rechtssichere und erfolgsversprechende Anlage des Stiftungskapitals sind folgende Richtlinien empfehlenswert:

  • Oberste Pflicht des Stiftungsvorstandes ist die dauerhafte und nachhaltige Erfüllung der steuerbegünstigten Satzungszwecke.
  • Vermögen ist Mittel zum Zweck: Die Anlage des Stiftungsvermögens muss ausreichende Erträge für eine möglichst optimale Zweckerfüllung erwirtschaften.
  • Ein realer Kapitalerhalt ist auf langfristige Sicht empfehlenswert.
  • Bei der Vermögensanlage sind die Faktoren Rendite, Sicherheit, Liquidität und Nachhaltigkeit ("Magisches Viereck") entsprechend den spezifischen Anforderungen der Stiftung so gut es geht auszutarieren.
  • Sinnvoll ist eine Diversifikation der Schuldner und Anlageformen.
  • Eine sehr konservative aber dafür aber ertraglose Vermögensanlage ist ebenso unverantwortlich und haftungsanfällig wie eine spekulative.
  • Anlagerichtlinien helfen, die Vermögensanlage zu rationalisieren und zu professionalisieren und sich auch Berater und externe Vermögensverwalter bindend

Stiftungen sollten hier mit einem professionellen Partner wie der Braunschweiger Privatbank kooperieren, der sowohl ausgewiesene Kompetenz in der Vermögensverwaltung hat, als auch die Besonderheiten bei der Geldanlage von Stiftungskapital genau kennt. Die Bank hat sich auf die Vermögensverwaltung von Stiftungen und Non-Profit-Organisationen spezialisiert. In der Kategorie "Anlageberatung für Stiftungen" belegt sie bei unabhängigen Vergleichstests im gesamten deutschsprachigen seit 2016 immer Spitzenpositionen.

Vortrag von Stiftungsberater Dr. Christof Mecking

Dieser Beitrag basiert auf dem Vortrag, den Stiftungsberater Dr. Christoph Mecking am 27. Mai 2019 im Rahmen der Veranstaltungsreihe für Non-Profi-Organisationen von der Braunschweiger Privatbank und dem EngagementZentrum in der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig gehalten hat.

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