Meisterwert Perspektive – ein Rückblick auf 2021 – ein Ausblick auf 2022

Corona dominerte Nachrichtenlage

Corona war das ganze Jahr über ein Thema in den Nachrichten: waren es die verschiedenen Wellen und die sie flankierenden Maßnahmen oder aber die Virusvarianten. Die weiteren Themen, die uns bewegten und beschäftigten:

  • Bundeskanzlerin Merkel trat nicht mehr zur Bundestagswahl an.
  • Deutschland bekam nach relativ zügigen Koalitionsverhandlungen nach 16 Jahren wieder einen Bundeskanzler aus den Reihen der SPD,
  • und erstmals in der Geschichte der Bundesrepublik regiert eine Koalition aus SPD, FDP und Grünen im Bund.
  • Die Briten hatten diverse Schwierigkeiten als Folge des Austritts aus der EU.
  • Die Inflation schnellte hoch.
  • Geldmarktzinsen in den USA und Großbritannien wurden angehoben.
  • Die Disharmonie im Handel zwischen USA und China besteht weiterhin.
  • Chinas politische Führung ergriff regulatorische Maßnahmen, die einige große chinesische Internetwerte trafen und zu scharfen Kursverlusten in diesen Titeln führten.

2021 war an den Börsen nicht so ein extremes Jahr wie 2020. Mit 13310 Punkten sah der vielbeachtete DAX am 28.01. seine tiefste Notierung im Verlauf, um ohne nennenswerte Konsolidierungen am 18.11. bei 16290 seinen höchsten Stand im Jahresverlauf zu markieren. Vom Tief zum Hoch 2980 Punkte bzw. 22,4%. Im Dow Jones Index zeigte sich der Tiefststand am 29.01. und der Höchststand am 30. Dezember.  6823 Punkte oder 22,9% lagen zwischen beiden Extremwerten.

Wie hat sich der Meisterwert Perspektive in diesem Umfeld entwickelt?

Während die Jahre 2020 und 2021 im Zeichen der Technologiewerte standen, konnte sich der breite Investmentansatz des Meisterwert Perspektive, mit einer Auswahl schwankungsarmer Titel in Verbindung mit relativ hohen Dividendenzahlungen, beweisen.

Der Meisterwert Perspektive investiert ausschließlich in etablierten Märkten und nicht in Emerging Markets. Aktien, die Dividenden zahlen, bilden den Investitionsschwerpunkt. Beide Faktoren sprachen stets gegen ein Investment in chinesischen Technologiewerten.

Die Korrekturphasen waren 2021 von der Anzahl und der Stärke her nicht signifikant. Jede dieser Korrekturphasen ist vom Meisterwert Perspektive mit den guten Ergebnissen beendet worden.

Manchmal braucht das Gute etwas Zeit. Hing der Meisterwert Perspektive im Jahr 2020 führenden Indizes hinterher, so hat er sie 2021 überholt. Dieser Fonds verfolgt keinen opportunistischen Ansatz, vielmehr eine klar umrissene Anlagestrategie, die sich in der Vergangenheit mehrfach bewährt hat.

Für das abgelaufene Geschäftsjahr ist eine Ausschüttung von 3,60 EUR pro Anteil geplant. Die erneute Steigerung der Ausschüttung (3,30 EUR in 2020) und die vergleichsweise geringe Volatilität unterstreichen für das Jahr 2021 den Charakter unseres Investmentansatzes.

Klicken Sie hier, um sich die Wertentwicklung im Detail anzusehen

Ausführliche Informationen und Informationsmaterial zum Fonds Meisterwert Perspektive finden Sie unter
https://braunschweiger-meisterwert.de/downloads/.

Was können wir 2022 erwarten?

Wie sagte schon der erste Bundespräsident der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss?

„Der einzige Mist, auf dem nichts wächst, ist der Pessimist.“

Trotz steigender Infektionszahlen und weiterhin bestehender Lieferschwierigkeiten von Waren und Zwischenprodukten schauen wir mit Optimismus auf das Jahr 2022. Die aktuellen Probleme sollten im Laufe des Jahres immer besser in den Griff zu bekommen sein und somit der Weg frei werden für eine Erholung der Weltwirtschaft. In diesem Umfeld sollten sodann auch die Aktienmärkte steigende Notierungen zeigen. Wie schon am Jahresende 2020 mit Ausblick auf 2021 sollte es heißen: Die größte Gefahr am Aktienmarkt ist nicht investiert zu sein.

Der aktuelle Pessimismus in den Gewinnerwartungen kann in positiven Überraschungen münden. Davon sollten zyklische Aktien aus Europa und insbesondere Deutschland stark profitieren können. In den USA sehen wir weiterhin die Technologieunternehmen als Favoriten. Die Notwendigkeit zur Digitalisierung von bisher analogen Prozessen ist erkannt und führt zu einem strukturellen Wandel der Gesellschaften weltweit. Dieser Wandel ist noch am Anfang und wird kaum aufzuhalten sein, wird er doch durch die Demographie unterstützt.

Die geburtenstarken Jahrgänge der Nachkriegsjahre sind schon im Ruhestand oder gehen bald. Sie hinterlassen vielfach Lücken, die aus Mangel an Arbeitskräften kaum geschlossen werden können. Schon heute ist immer wieder zu hören, dass kein qualifiziertes Personal zu bekommen sei. Dem kann häufig, aber nicht immer, mit der Technisierung und Digitalisierung von Arbeitsabläufen begegnet werden. Insofern gehen wir davon aus, das Technologiewerte weiterhin ein gedeihliches Umfeld vorfinden werden.

Die Menschen lernen mit den bestehenden Risiken umzugehen und gewöhnen sich an sie. In weiten Teilen der Wirtschaft bleibt dadurch die Nachfrage stabil. Besonders die Produzenten langlebiger Investitionsgüter und deren Zulieferer haben nachweislich volle Auftragsbücher. Es mangelt an Vorprodukten und Arbeitskräften diese Aufträge abzuarbeiten.

Die Preisentwicklung bei knappen Vorprodukten (u. a. Halbleiter) und die Ölpreisentwicklung stellen wesentliche Elemente der aktuell zu beobachtenden Inflationsentwicklung dar. Zu Jahresbeginn 2020 lag der Ölpreis zwischen 60 und 70 Dollar bevor er mit dem Beginn der Pandemie bis unter 20 Dollar zurückging. Wenn sich ein so wesentliches Element unserer Wirtschaft dann wieder auf Preise, wie sie vor der Pandemie üblich waren erholt sind Auswirkungen auf die Inflationsentwicklung nicht marginal. Mit einer Normalisierung des Ölpreises dürfte dieser als treibendes Element für die Inflation entfallen.

Bei allen Erwartungen, erwarten wir auch immer das Unerwartete und bleiben aufmerksam.

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28. Januar 2022 von Thomas Heinisch