Geld anlegen: Nichts geht über Aktien

Das Credit Suisse Research Institute hat die Entwicklung unterschiedlicher Anlageklassen über längere Zeiträume beobachtet und gemessen. Aktien stellten sich dabei als die überlegene Anlageform heraus.

Chart Dow Jones von 1928 bis 2018. Quelle: Finanzen.net
Grafik: Historischer Chart des Dow Jones von 1928 bis 2018. Quelle: Finanzen.net

Verunsicherte Anleger

Die Volatilität der Aktienmärkte lässt Anleger immer wieder zögern, in diese Anlageklasse zu investieren. Zu oft verunsichern kurzfristige, zum Teil erhebliche Wertschwankungen, Krisen, politische Unsicherheiten oder sogar kriegerische Auseinandersetzungen die Investoren. Die Fragen die sich stellen sind immer wieder die gleichen:

  • Welche Anlage lohnt sich langfristig?
  • Welche Anlageklassen versprechen ein gutes Verhalten im inflationären Umfeld?

Wertentwicklung der Anlageprodukte im Vergleich

Um die Fragen beantworten zu können, hat das Credit Suisse Research Institute 118 Jahre lange Datenreihen für 23 Länder untersucht und dabei die langfristigen Trends herausgearbeitet. Das Ergebnis: Seit 1900 haben globale Aktien die Entwicklung von Staatsanleihen und Geldmarktinvestitionen pro Jahr um durchschnittlich 4,3% bzw. 3,2% übertroffen. Edelsteine und Edelmetalle lieferten noch niedrigere Ergebnisse als Geldmarktinvestitionen.

Sammlerobjekte wie Wein, Oldtimer, Edelmetalle und Edelsteine haben mit einem Ergebnis von 2,9% jährlichen Wertzuwachs nicht an die Aktien heranreichen können. Innerhalb der Sammlerobjekte wies die Anlageklasse Wein mit einem jährlichen Zuwachs von 3,7% das beste Ergebnis aus, während Kunst nur auf 1,9% kam. Hier ist die Auswahl des einzelnen Investitionsobjektes von großer Bedeutung, denn nicht jeder Wein und nicht jedes Kunstwerk wird überhaupt eine Wertsteigerung erfahren. Beide Anlageklassen bieten für die Anleger jedoch die Möglichkeit, sich daran zu erfreuen.

Immobilien sind nach den Untersuchungen des Credit Suisse Research Institute zwar weniger riskant als Aktien, haben aber auch deutliche Wertveränderungen hinnehmen müssen. Von ihrem Höchststand in 2005 haben die US-Immobilienpreise bis zu ihrem Tiefststand in 2012 über 36% nachgegeben.

Alles Aktien oder was?

Rückblickend betrachtet zeigt sich, dass auf volatile Phasen an den Aktienmärkten alsbald die Normalität wieder einkehrt. Da kann man es mit dem legendären Warren Buffett halten, der stets dazu riet, gierig zu sein, wenn andere ängstlich sind. Besonders deutlich mag diese Aussage werden, wenn man sich den Verlauf des Dow Jones Index über einen längeren Zeitraum ansieht. Der spektakuläre Rückgang des Dow Jones am 19.10.1987 um mehr als 22% von 2246 auf 1738 Punkte ist in dem Verlauf kaum noch auszumachen. Auch die Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre muss man suchen. Aber nun alles in Aktien geben wäre auch nicht die richtige Entscheidung, auf die Dosierung kommt es an, jeder nur so viel, wie er auf im Hinblick auf kurzfristige Wertveränderungen verträgt.

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